Abbé Deschamps wurde 1868 in Villiers sur Tholon geboren und gründete 1905 einen Jugendverband, der zum weltberühmten Fußballclub AJ Auxerre werden sollte. Noch heute heißt das hauseigene Stadium nach ihm.
Geboren 1833 in Auxerre. Nach einem Medizinstudium spezialisiert er sich auf Zoologie und Physiologie und wird 1882 Mitglied der Naturwissenschaftlichen Akademie. Parallel zu seiner wissenschaftlichen Karriere wird er 1870 politisch aktiv. Von 1872 bis 1885 sitzt er als Abgeordneter für das Departement Yonne im Parlament und ist in Leon Gambettas "Superministerium" Unterrichtsminister. Er sollte die richtungweisenden Gesetze im Schulwesen (Trennung von Kirche und Staat, kostenloser Schulbesuch, Gründung von Elitehochschulen) nachhaltig beeinflussen und verbissen gegen den Religionsunterricht kämpfen. Er unterstützte die Kolonialpolitik von Jules Ferry und wurde 1886 zum Regierungsvertreter in Annam und Tonkin ernannt, wo er einige Monate später sterben sollte. Durch eine nationale Zeichnung konnte ihm zu Ehren eine Statue auf der nach Paul Bert benannten Brücke errichtet werden, die in das wunderbare Panorama der Stadt hineinragt.
Geboren 1925, erschuf die farbigen Holzskulpturen in der Salesianerinnen-Kapelle, die dort im Sommer gezeigt werden, darunter das berühmte "Massaker an den Unschuldigen". Seine Handschrift findet sich aber auch in den Straßen von Auxerre, und zwar in den Statuen des Cadet Roussel, von Marie Noël oder von Restif de la Bretonne. Diese Skulpturen sind eine Zuwendung an die Stadt Auxerre.
Eigentlich hieß er Guillaume Joseph Roussel, doch als jüngster Spross bekam er den frz. Beinamen "Cadet" = der Jüngste. 1743 im Departement Doubs geboren, kam er 1763 nach Auxerre. Dort kam er zunächst als Hausdiener und Lakai unter und wurde schließlich Kanzlist eines Gerichtsvollziehers. Er kaufte ein Amt auf und wurde selber Gerichtsvollzieher. In dieser Funktion und wegen seiner vielen Schrullen war er in Auxerre stadtbekannt. Mit der Revolution wurde er Jakobiner. Einer seiner politischen Feinde, Chevalier Chenu de Souchet, komponiert deswegen den berühmten Abzählreim, um sich über ihn lustig zu machen. Die Soldaten der Revolution machten ihn 1792 zu ihrem Marschlied, und so verbreitete sich das Lied genau wie die Marseillaise in ganz Frankreich, selbst wenn es überhaupt nichts Martialisches hatte.
Die Jungfrau von Orléans kam zweimal durch Auxerre. Das erste Mal am 27. Februar 1429: Auf dem Weg von Vaucouleurs nach Chinon machte sie in Auxerre Halt, um in der Kathedrale Saint-Etienne die Messe zu besuchen und um zu beten. Das zweite Mal am 1. Juli 1429: Die Bürger von Auxerre weigerten sich, für König Karl VII. und Jeanne d’Arc, die gegen Reims marschierten, die Stadttore zu öffnen. Sie waren lediglich bereit, gegen Entgelt Lebensmittel zu liefern. Sie hatten mit dem Herrn von La Trimouille eine Geldsumme vereinbart, um neutral in der Konfrontation zwischen dem König und den Burgundern und Engländern bleiben zu können. In der Kathedrale sind Zeugnisse ihrer kurzen Aufenthalte zu sehen: 1929 wurde an der Wand des Presbyteriums eine Gedenktafel aus Anlass ihrer ersten Durchreise angebracht, außerdem existiert eine 1920 von Pierre Vigoureux geschaffene Statue von ihr sowie ein Glasfenster des Pariser Glasmeisters Edouard Socard von 1914, auf dem die Jungfrau an der Spitze ihrer Streitkräfte vor Orléans zu sehen ist.
Die 1883 in Auxerre geborene Marie-Noël gehört zu den großen Dichterinnen des 20. Jh. und wurde von Valéry, Montherlant oder Aragon bewundert. Sie besang Auxerre in ihren Gedichtsammlungen und Prosaerzählungen. Ihre bald stürmische, bald heiteren Gedichte sind vom Alltag inspiriert oder spiegeln den Kampf zwischen Zweifel und Glauben wider. "Ich wäre gerne ein Hase gewesen, und ich wäre mein ganzes Leben lang ein Hund an der Kette gewesen" ist auf dem Sockel der Statue in der Nähe des Uhrtums zu lesen, die François Brochet ihr zu Ehren schuf. 1960 ernannte sie General de Gaulle zum Offizier der Ehrenlegion. Sie erhielt auch den Orden "Commandeur des Arts et des Lettres". 1967 starb sie in Auxerre und hinterließ das vollständige Eigentum an ihrem Oeuvre der Société des Sciences Historiques et Naturelles de l’Yonne in Auxerre.
Er wurde 1734 in Sacy bei Avallon geboren und begann eine Lehre bei einem Drucker in Auxerre, um anschließend in Angers, Dijon und schließlich in der Königlichen Druckerei zu arbeiten. Er begann 1767 mit dem Schreiben, und es sollten bald zahlreiche Werke werden: "Lucile", "Le Pied de Fauchette", "Le Paysan Perverti" oder "Monsieur Nicolas Abenteuer im Lande der Liebe". Ab 1791 übernahm er sogar selber den Druck. In all seinen Beschreibungen findet man den Einfallsreichtum, die Sinnlichkeit und den Witz des Volkes, unter dem er hauptsächlich lebte: Bauern, Arbeiter, kleine Leute, Kleinbürger. Allerdings verkehrte er auch mit Beaumarchais, der Gräfin de Beauharnais und Madame de Staël. Die Französische Revolution sollte zu seinem Ruin führen. Er verkaufte seine Druckerei und korrigierte Druckfahnen, bevor der Nationalkonvent und später Napoleon ihm bis zu seinem Tod eine kleine Rente zahlten. 1995 schuf François Brochet eine farbige Steinstatue von ihm, die in der Rue de l’Horloge in der Fußgängerzone von Auxerre steht.